Dolgen 2016 - ein Wiedersehen nach über 74 Jahren!

dolgen schild

Dołgie (deutsch Dolgen) ist ein Dorf in der Woiwodschaft Westpommern in Polen. Es gehört zur Gmina Drawsko Pomorskie (Gemeinde Dramburg) im Powiat Drawski (Kreis Dramburg).

Geografie

Das Dorf liegt 12 km nördlich von Dramburg (Drawsko Pomorskie) nahe der Chaussee (Droga wojewódzka 173) nach Bad Polzin (Połczyn-Zdrój) im Nordwesten Polens. Im Ortsgebiet befindet sich der Kammin-See (Jezioro Kamień). Nordöstlich des Dorfes liegt der Dolgensee (Jezioro Dołgie).

Geschichte von Dolgen

Dolgen gehörte um 1254 zum Schivelbeiner Bezik. Im Jahr 1337 gehörte Dolgen, gemeinsam mit den nördlichen Dörfern Born (Borne), Schilde (Żółte) und Sarranzig (Zarańsko) des Dramburger Kreises zur Vogtei Schivelbein. 1652 gab es einen Dorfkrug, in dem in Dramburg gebrautes Bier ausgeschenkt wurde. Das Gut und das Dorf Dolgen befanden sich 1484 im Besitz des Geschlechts von Born. Um 1835 zählten die Vorwerke Charlottenhof (Grzybno), Elisenhof und Morgenland (Jutrosin) zu Dolgen. Zum Gut Dolgen zählte 1912/1913 ebenfalls das Vorwerk Sabinenhof (Węglin). Am 5. März 1945 wurde das Dorf vom 2. und 3. Infanterieregiment der polnischen 1. Infanteriedivision besetzt.

Entwicklung der Einwohnerzahlen

1925: 483 Einwohner, 91 Haushalte, 64 Wohnhäuser

1933: 416 Einwohner

1939: 384 Einwohner

2008:144 Einwohner

2011: 181 Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Jahr 1878 wurden in Dolgen Scherben entdeckt, die zu einem Urnenfriedhof der Lausitzer Kultur gehören. Die Ortslage von Dolgen war offenbar bereits in der Zeit von 700 bis 550 vor Christus besiedelt. Die Fundstücke werden in Nationalmuseum Stettin aufbewahrt.

Fachwerkkirche von 1701–1946 Johannes dem Täufer geweiht.

Erwähnenswert ist diese ehemals evangelische Kirche, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Die Fachwerkkirche in Pfahl- und Rahmenbauweise wurde 1745 renoviert. Das Kirchenschiff ist auf einem länglichen achteckigen Grundriss gebaut. Das Fachwerk ist zur Zeit verputzt. Ein vierseitiger Holzturm an der Vorderseite ist fast vollständig in das Kirchenschiff eingebettet. Der Turm ist mit einer achteckigen Zinnkuppel in Form eines umgekehrten Bechers gekrönt. Die Flagge auf der Turmspitze trägt das Datum 1701. Der barocke Hauptaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das neugotisches Metallkruzifix stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Bau wurde 1946 von der katholischen Kirche übernommen und ist heute Johannes dem Täufer geweiht. Als historisches Gebäude steht die Kirche unter der Registriernummer 230 seit 1960 auf der Denkmalliste.

 

Quelle: WKIWAND.COM

Bilder aus Dolgen aus den 30er-Jahren

Aus Wikimedia Commons, dem freien Mediaarchiv. Dort sind als Quelle das Familienarchiv Norbert Radke und als Urheber Albert Radke angegeben. Ich stelle mir immer wieder die Frage, ob hier nicht eventuell Familienangehörige abgelichtet sind. Zumindest kannten sich die hier abgelichteten Personen und meine Vorfahren unter Garantie. Um Näheres in Erfahrung zu bringen, habe ich versucht, einen Kontakt zur Familie Radke zu finden, was mir leider nicht möglich war.